Doktor Georg Schiele (Naumburg)

 

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Georg Wilhelm Schiele
(1868-1932)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Politiker,
Moralist und Ideologieproduzent
der völkisch-deutschnationalen Rechten:

                   Doktor Georg Wilhelm Schiele

 

"Wenn ein Volk sich selbst regieren solll," artikuliert 1910 Georg Schiele seine elitäre Demokratieauffassung, "so braucht es immer eine Aristokratie irgendwelcher Art." "Hier geheime Wahl, Demokratie, Despotismus; hier öffentliche Wahl, Aristokratie und Freiheit. Nun, deutsches Volk, wähle …." Er ist Stadt-, Landtags- und Reichstagsabgeordneter, hoher Funktionär der Vaterlandspartei und gehört dem völkisch-alldeutschen Flügel (Liebe 55) der Deutschnationalen Partei (DNVP) an. Als Propagandaredner, Leitartikler und politischer Schriftsteller mit alldeutschen und deutschvölkischen Ambitionen treibt ihn der Kampf für den freien Markt und gegen die Kollektivwirtschaft (Sozialismus) voran. Seine Schriften sind von Russlandfeindlichkeit geprägt und vom deutschen Überlegenheitswahn dieser Zeit durchsetzt.

Zentrale Kategorien des politischen Denkens von Georg Schiele sind freier Markt, Aristokratie, Opfertod, Nation, Scholle und freiwilliger Arbeitsdienst. Für ihn steht das Wohl des Vaterlandes immer über dem individuellen Glücksanspruch des Bürgers.

 

Friedensstraße (2006)
Naumburg

 

 

Georg Wilhelm Schiele, Naumburg, Friedensstraße 7E (1930), wurde am 17. November 1868 in Naumburg (Saale) geboren. Der Vater war der 2. Dompredigers D. thelog. Friedrich Michael Schiele. Cousin Martin Schiele (1870-1939) ist Reichsinnenminister (1925) und Reichsernährungsminister (1927/28, 1930 bis 1932). Von 1878 bis 1887 absolviert Georg Schiele das Naumburger Domgymnasium. Anschliessend folgt ein Studium an den Medizinischen Fakultäten der Universitäten Jena, München, Halle und Berlin. In Seehausen und am Diakonissenhaus in Halle erwirbt er seine ersten Erfahrungen als approbierter Arzt. 1903 öffnet er eine Arzt-Praxis in Naumburg (Saale). Von 1905 bis 1909 ist er Stadtverordneter in Naumburg. 1912 gründet er die Gesellschaft zur Förderung der Inneren Kolonisation mit.

Er ist Vater von zwei Söhnen und Vormund von fünf weiteren Kindern (1918).

 

 

Elemente nationalsozialistischer Herrschaft

Georg Schiele reiste in ferne Länder und teilte sich über seine Erlebnisse in Afrika oder die Fahrt mit dem Schiff von Singapur nach Hongkong im Die Grenzboten mit. Er beobachtet, dass diejenigen, die zu Hause nie eine gute Gesellschaft gesehen, in den Kolonien "in einem halben Jahr zum Bluts- und Rassearistokraten" werden. Diesen Rassenstolz und Hochmuth der Deutschen und Europäer erkennt, um nicht zu sagen anerkennt, der Chinese, Inder und Neger und beantwortet ihn "mit dem entsprechenden Hass". Aber woher und woraus resultiert die Überlegenheit der Weißen? "Ist es der Vorrang der Intelligenz…?" "Ist es die Kultur, die uns überlegen macht?" "Ist es die Moral die uns überlegen macht"? Der Autor (1902, 85 + 88) verneint das, um sogleich erneut zu behaupten: "Aber die Weißen sind doch allen anderen Völkern überlegen, und zwar durch ihre viel größere Willenskraft." Der Unterschied der Kräfte wird noch dadurch erhöht, "dass der Weiße die Muskulatur, die er hat, vielmehr unter seinen Willen stellt und mehr anspannen kann als der Farbige."

Überlegenheit, Unterwerfung, maßlos übersteigerte Willensstärke und kaltblütiger Mut erweisen sich als moralische Elemente nationalsozialistischer Herrschaft.

 

 

Über Einwanderung, Ausländer, Weltindustrie und -beute

Im Aufsatz über den Schutz dem deutschen Arbeiter von 1911 wettert Schiele gegen die roten Einpeitscher und den Klassenkampf. Er möchte Frieden mit den Unternehmen und den Schutz des deutschen Arbeiters vor unzulässiger Konkurrenz. "Denn sein Konkurrent, der ausländische Schnitter, lässt ihn nicht hochkommen", zitiert er zustimmend aus der Landwirtschaftlichen Wochenschrift für Pommern. Sein Ziel ist die Sesshaftung und Ansiedlung des deutschen Arbeiters auf dem Land. Otto von Dewitz (1850-1926), Grossgrundbesitzer von Zankeuz in Westpreußen, Groß-Ziethen in Brandenburg und Alt-Pleen in Pommern, zollt der Forderung "Schutz des Arbeitslohnes gegenüber einer völkisch minderwertigen Konkurrenz des ausländischen Arbeiters" Beifall.

Als junger Arzt sieht Georg chile 1894 in der Altmark "die schwarzen Horden russisch-galizischer Arbeiter Sonntags an den Straßenecken stehen und alltags auf den Feldern ihr Tagwerk verrichten." "Deutschland ist ein Einwanderungsland geworden", wird ihm 1911 in Die Schicksalsstunde der deutschen Landwirtschaft bewusst. "Die Ausländischen können ihre Arbeit unter dem Preis der Einheimischen anbieten", weshalb er "den Schutz der deutschen Arbeit gegen die Unterbietung des Auslandes" fordert. Lange vertritt Schiele die Auffassung, "… sie nähmen den Einheimischen ihr Brot weg und seien schuld an der Verödung des Landes". "Aber ich musste", gesteht er, "bald einsehen, dass der Kausalzusammenhang umgekehrt ist. …. erst ziehen die Einheimischen fort und dann kommen die Fremden herein." Er warnt vor dem Ausländer: "Mehr noch jagt den deutschen Arbeiter aus dem Lande die ästhetisch und ethische Unkultur der ausländischen Arbeiter. .... Das untere Volk ist gegen die Kulturunterschiede mindestens ebenso empfindlich wie die oberen Stände, aber wehrloser." (Schiele 1911, 405/406, 407, 411)

Weil kein Menschenüberschuss, sondern Menschenmangel besteht, wirbt Georg Schiele 1911 (406) für die innere Kolonisation und Sesshaftmachung der Landarbeiter.

Schiele sorgt sich um die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Von "dem Aufglühen der Weltwirtschaft", von der "Weltbeute" verstand es das deutsche Volk "einen guten Teil an sich zu nehmen", worauf "wir stolz sein" können. Deshalb dürfen wir "die Entwicklung unserer Weltindustrie" nicht aufhalten.

 

 

 

Generaloberst Martin Wilhelm Remus von Woyrsch (1847-1920), 14.12.1914 Oberbefehlshaber Armee-Abteilung Woyrsch, 29.8.1916 Oberbefehlshaber Heeresgruppe Woyrsch.

 

Im Krieg

Gleich nach Beginn des Ersten Weltkrieges meldet sich Schiele zum Dienst in das Landwehr-Infanterie-Regiment 46 der Armeeabteilung Woyrsch. Danach erfolgt sein Einsatz als Chirurg im Landwehr-Feldlazarett 22. Ihm wird die Auszeichnung Eisernes Kreuz II. Klasse zuteil.

 


Die russische Gefahr (Georg Schiele, Februar 1915)

Seit dem Beginn des Krieges bestehen zwischen Georg Schiele, Wolfgang Kapp und Alfred Hugenberg enge persönliche Kontakte. Wahrscheinlich entsponnen sie sich im Lauf der Zeit bei seinen Aktivitäten im Alldeutschen Verband, der Gesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation (1912) und die Publikationstätigkeit in der Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst Die Grenzboten.

Mit dem Kauf des Scherls Verlag und der Telegraphen-Union beginnt der Aufbau des Hugenberg-Konzerns, ein Konglomerat aus Verlagen, Zeitungen, Nachrichten- und Werbeagenturen sowie Filmgesellschaften. Als Hugenberg am 25. April 1916 den Vorsitz im Scherl Verlag übernimmt, besteht ein gesteigertes Bedürfnis nach geeigneten und politisch talentierten Personal.

Erst im Februar 1915 leistete Georg Schiele (1915, 10-12) einen Beitrag zur imperialen Kriegszielpolitik, indem er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf

Die russische Gefahr

lenkte. Es ist die "größte Gefahr unserer Zukunft", die sich hinter unserem Rücken erhebt. Deshalb darf es "Mit Russland" "erst ein Bündnis geben, wenn Russland kleiner geworden ist. … Wir müssen für die Zukunft seine Angriffsfähigkeit schwächen." Deshalb dürfen wir Russland nicht nach Ostpreussen lassen. Denn der Besitz von Ostpreussen wäre für Russland doppelt so viel wert, wie Konstantinopel und der ganze Balkan zusammengenommen.

Die russische Gefahr

ist nicht gleichzusetzen mit der

Todfeindschaft dem Bolschewismus!,

wie Adolf Hitler sie in der Abschlussrede auf dem Reichsparteitag der Ehre am 14. September 1936 in die deutschen Hirne paukt. Es ist wahrscheinlich nicht die erste nationale Publikation dieser Art, aber sie reproduziert die Russophobie als eine scheinbar legitime gesellschaftliche Moral zur Durchsetzung imperialer Ansprüche und ist auf Grund der Stellung und Funktion des Autors im politischen Leben der Region von nachhaltiger Wirkung auf die Bürger. Zweifellos ist es eine Quelle des deutschen Militarismus, "der oft den Frieden der Welt gestört", wie es am 25. April 1945 USA General Dwight D. Eisenhower (1890-1969) es in der Proklamation Nr. 1 den Naumburgern unmissverständlich erklärte.

 

Kapps engster Mitarbeiter

Als "Kapps engster Mitarbeiter" unternimmt Georg Schiele 1916 einen Vorstoß bei Alfred Hugenberg. Sein Chef denkt seit Dezember 1915 über den Aufbau einer eigenen deutschnationalen Zeitung nach. Mit der Wochenschrift für Deutsche Welt- und Kolonialpolitik Das größere Deutschland ist besteht Unzufriedenheit. Zwar gilt sie überall als scharf, in Wahrheit aber lenkte sie von den realpolitischen Gebietserweiterungen ab. Um der allgemeinen Kriegsmüdigkeit einen "überragenden Führerwillen" entgegenzustellen und den flaumachenden Tendenzen von Regierung und Demokratie zu begegnen, verfasst Schiele die Denkschrift Notwendigkeit einer Presse - und Propagandazentrale nationaler Richtung. "Möglicherweise war der Aufbau der Pressezentrale Vorbedingung für eine neue Partei, die Schiele damals unter den Namen Konservative Mittelstandspartei oder konservative Bürgerpartei gründen wollte." Doch blieben die Pläne von Kapp und Schiele ungehört. Im April 1917 gelingt es die Zeitung Deutschland Erneuerung ins Leben zu rufen. Als Herausgeber treten auf: General Otto Ernst Vinzent Leo von Below, Houston Stewart Chamberlain, Heinrich Class, seit 1908 Vorsitzender des Alldeutschen Verbands, Professor Eberhard Geyer (Wien), Anthropologe, Doktor Georg Schiele und andere. Die Monatshefte für das deutsche Volk kämpfen für die Erneuerung des Deutschtums, gegen alles Undeutsche und die Entartung. Sie wollen die Reinhaltung der deutschen Familie. "Hoch über allem" stehen die Begriffe "Vaterland und Rasse". Schiele drängt konzeptionell auf eine großzügige Sozialpolitik. Die Schaffung dieses Presseorgans ist möglichweise als Vorbereitung für eine neue Parteigründung zu sehen, für die der Naumburger 1916 die Namen "Konservative Mittelstandpartei" oder "Konservative Bürgerpartei" im Kopf vorhält. (Vgl. Hagenlücke 102-103, 106-107)

 

 

Deutsche Vaterlandspartei

Eine sozialdemokratische, katholische und linksliberale Mehrheit will den Verständigungsfrieden und verabschiedet am 19. Juli 1917 im Reichstag die Friedensresolution. Als Antwort darauf gründen am 2. September 1917 Wolfgang Kapp (1858-1922), Alfred von Tirpitz (1849-1939) und Alfred Hugenberg (1865-1951) die Deutsche Vaterlandspartei (DVLP).

Georg Schiele übernimmt die Aufgabe des Hauptgeschäftsführers. "Ich stand in regem Gedankenaustausch mit Kapp seit langen Jahren, und selbstverständlich ist der Verkehr nach dem Jahre 1918 nicht geringer geworden," sagt er als Angeklagter im Jagow-Prozess vor dem Reichsgericht in Leipzig 1921. Kapp wiederum stand in enger Verbindung mit Alfred Tirpitz, Ulrich von Hasell und Erich Ludendorff. Die ersten Gespräche über die Gründung der Partei führte Kapp zum 1. Programmentwurf am 14. Juli 1917 jedoch mit Georg Schiele.

Unterstützung erhält die DVLP von Carl Duisberg, Emil Kirdorf und Hugo Stinnes. An Geld mangelt es nicht. Beispielsweise gehen Schiele im September 1918 über das Bankhaus F. W. Krause von Wolfgang Kapp 10 000 Reichsmark zu. Ehrenvorsitzender der DVLP ist der Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft und Mitbegründer des Alldeutschen Verbandes Johann Albrecht zu Mecklenburg (1857-1920).

Öffentlichkeitswirksam baut die DVLP Ludendorff und Hindenburg als Volkskaiser auf. Friedensverhandlungen zur Beendigung des Krieges lehnt sie ab. Die Partei mit ihren geschätzten 1,25 Millionen Mitgliedern will die Annexion von Belgien, Holland, von Teilen Frankreichs, Polen und der Ukraine. Ihr Ziel ist der Siegfrieden. Nur die Trümpfe der Strategen - Skagerrak-Schlacht 31. Mai / 1. Juni, uneingeschränkter U-Boot-Krieg gegen Handelsschiffe beginnend am 22. Februar 1915 und zwei Offensiven in Frankreich - stechen nicht. Trotzdem setzte man auf Gewinn und diskreditiert die Friedensresolution des deutschen Reichstages als Verzichtfrieden (Hindenburg). Hindenburg-Frieden nennen ihn die Gegner der DVLP (Sozialdemokraten, Zentrum, Liberale), wollen stattdessen einen Frieden der Verständigung (Fehrenbach). Den Burgfrieden mit der SPD plant die DVLP aufzukündigen. Ihr Gegenentwurf zur Parlamentarisierung ist ein Militärstaat.

Um die Partei zu stabilisieren, beruft Wolfgang Kapp für den 12. November 1918 eine Konferenz ein. Eingeladen ist neben Gottfried Traub, Konrad von Wangenheim und vielen anderen, auch Georg Schiele. Die Revolution überrollt das Vorhaben.

Trotzdem bemüht sich Schiele im November / Dezember weiter darum, eine neue bürgerliche Partei in Tradition der Vaterlandspartei zu gründen. Konservative und Liberale sollen in ein einheitliches Heer Zusammentreten, teilt er in einem Brief an Gottfried Traub mit. Ihm schwebt eine "Vereinigte liberal-konservative Volkspartei" vor.

Für den 10. Dezember 1918 beruft der DVLP-Vorstand den Reichsausschuss ein. Der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Kapp stellt die politische Lage in düsteren Farben dar. Er beauftragt Gottfried Traub zusammen mit seinen Freunden Doktor Georg Schiele und Doktor Nieber, die Partei mit ihren etwa 1 250 000 Mitgliedern aufzulösen. Alle die nicht zum Berliner Tageblatt gehören wollen rufen Traub und Georg Schiele gemeinsam mit anderen Gesinnungsfreunden auf, sich der Deutschnationalen Volkspartei anzuschließen. (Vgl. Henrichs 254-255)

Gottfried Traub (1869-1956) und Georg Schiele teilen völkische Anschauungsweisen, alldeutsche und vaterländische Attitüden. Es sind beides Prediger des Opfertodes. In dem sie die Voraussetzung für Deutschlands Herrlichkeit und Grösse erkennen. Den Hinterbliebenen Soldaten spendet er Trost: "Die deutschen Kriegstote sind Samen für den Acker des deutschen Volkes, dass aufstehen soll in sittlicher Grösse und Herrlichkeit." "Die Toten wollen uns segnen. Wir müssen uns segnen lassen. Segnen aber heißt Kraft spenden und nicht Kraft nehmen. Unsere Toten auf dem Schlachtfeld nehmen uns die Stärke nicht, sie schenken sie uns." (Traub, nach Henrichs 92)

Gottfried Traub besuchte am 26. Oktober 1918 eine öffentliche Kinovorstellung. An diesem Tag war Ludendorff entlassen worden. Graus und Entsetzen packten ihn, als das Publikum vor Freude jubelte. (Vgl. Henrichs 92, 251)

 

 

Nationale Vereinigung

Im Spätsommer 1919 gründen Hauptmann Waldemar Pabst, Wolfgang Kapp und Oberst Max Bauer, politischer Berater von General Erich Ludendorff, die Nationale Vereinigung, um eine eine "Einheitsfront aller Nationalgesinnten" herzustellen. Im Klartext heisst dies, Unterbindung von Streiks und Protesten, besonders aber von linken Aufständen. Als Hauptgeschäftsführer stützt sich Pabst auf das Organisationsgerüst der Vaterlandspartei. Zum Führungskreis der Vereinigung gehören Georg Schiele, Gottfried Traub, Ignatz Trebitsch-Lincoln, Schnitzler und Friedrich Grabowsky. Über Kapp und Traub, die im Hauptvorstand der DNVP, unterhält die Vereinigung direkte Verbindung zu den Führern der rechtsoppositionellen Parteien und zu den im Berliner "Nationalen Klub" seit Oktober 1919 zusammengeschlossenen Bankiers, Industriellen, Ministerialbeamten und Großgrundbesitzern, wo Traub als 1. Stellvertreter im Präsidium fungierte. (Nach Akten 2.10.1919)

 

 

Deutschnationale Volkspartei

Zusammen mit Alfred Hugenberg, Hugo Stinnes, Ernst Graf zu Reventlow und anderen sitzt Schiele 1919 im Vorstand des Berliner Nationalklubs. Aus ihm rekrutiert sich eine deutschkonservative Gruppe, die in Verein mit mehreren Freikonservativen, Christlich-Sozialen und Deutschvölkischen am 22. November 1918 die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) ins Leben ruft (vgl. Holzbach 73). Ihre Hauptakteure sind Alfred von Tirpitz, Wolfgang Kapp, Friedrich Winkler und Kuno Graf von Westarp. Am 9. Dezember 1918 wählte die neu gegründete Deutschnationale Partei (DNVP) Oskar Hergt, 1869 in Naumburg an der Saale geboren, zu ihren ersten Vorsitzenden. Als Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses machte er am 16. Januar 1918 mit der Erklärung Furore:

"Da wird von der amerikanischen Gefahr geredet. Meine Herren, beruhigen' Sie sich: die Amerikaner können nicht fliegen und nicht schwimmen. Sie werden nie über das große Wasser kommen."

Doch da waren die bereits in aller Stille auf dem europäischen Kontinent gelandet. "Hergt war, seit er dieses grosse Wort gelassen ausgesprochen hatte, der Liebling der Rechten." (Fischart)

Nach dem Ersten Weltkrieg sammeln sich in der DNVP vor allem gewisse Kreise aus der ehemaligen Freikonservativen Partei, Christlich-Sozialen Partei und Deutsch-Völkischen Freiheitspartei. Ihre Erzählung über die Kriegskatastrophe handelt von der Dolchstoßlegende und den Novemberverbrechern. In der Partei setzt sich der völkische Flügel durch. Im Grundsatzprogramm bekundet sie eine antisemitische Grundhaltung. Man kämpft jetzt gegen den zersetzenden, undeutschen Geist von jüdischen und anderen Kreisen. Von 1919 bis 1928 erhöht sich die Zahl ihrer Mitglieder von 300 000 auf 696 000.


Deutsche Volkspartei, Ortsgruppe Naumburg

Vorsitzender
(von 1920-1932):
Landgerichtsrat Lohmeyer, Jenaer Str. 6b

 

Bemühungen der DNVP mit der im Entstehen begriffenen Deutschen Volkspartei zusammenzuschliessen scheitern. Gustav Stresemann führt zu diesem Zeitpunkt Fusionsverhandlungen im Sinne der Einigung des liberalen Bürgertums mit den Demokraten. Die Deutsche Volkspartei beharrte auf der Selbständigkeit, weshalb die Vereinigung der Rechten nicht zustande kommt. (Vgl. Hagenlücke 387-388)

Dem erweiterten DNVP-Parteivorstand gehört Schiele als Vertreter des völkisch-alldeutschen Flügels nicht an.

Bei der Gründung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in Naumburg übernimmt Georg Schiele eine aktive Rolle. Pfarrer Traub würdigt am 14. Oktober 1932 im überfüllten großen Ratskellersaal zur Trauerfeier seine Leistungen:

"Als das Jahr 1918 den Zusammenbruch Deutschlands gebracht habe, sei Schiele wieder in erster Front gewesen, als ein Aufruf zum Zusammenschluss zur DNVP erging. Zu den ersten Vorkämpfern, wie Pfannkuche, Maurenbrecher, zur Sammlung der nationalen Rechten habe Schiele sich bekannt …. Besonders habe Schiele sich damals darum bemüht, dass  n i c h t   e i n e   z w e i t e   n a t i o n a l e   Partei wie die Deutsche Volkspartei sich gründe, doch sei dieses bei den damaligen Verhandlungen im Hotel Continental in Berlin [Dezember 1918] gescheitert: Graf Westarp sei bereit gewesen, auf Schieles Rat einzugehen, doch Stresemann habe den Vorschlag abgelehnt." (Gedächtnis 1932)

Als Ortvorsitzender (1926) und Landesvorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in Halle-Merseburg leistet Georg Schiele, wenn man die numerischen Wahlergebnisse zum Kriterium der Wahrheit erhebt, in der Naumburger Wählerschaft eine erfolgreiche Arbeit. Von 1917 bis zu seinem Tod 1932 prägt er mit seiner Partei das politische Klima der Stadt. Energisch wendet er sich gegen die Erfüllungspolitik, beispielsweise auf der DNVP-Wahl-Werbe-Versammlung am 28. April 1924 im Schützenhaus von Naumburg. 1930 bietet er in der Wettiner-Rede der Öffentlichkeit zwei schlimme Fresser als Feinde an: den deutschen Sozialismus und französischen Militarismus. "Wie lange das wohl noch geht?", fragt er. Allein die hinter der SPD, SAP oder KPD stehenden Wähler, die im nicht geringen Umfang schlicht Arbeiter waren, als politisch als Fresser zu begreifen, macht deutlich, dass sein Gesellschaftsbild mittlerweile völlig durcheinander ist. Was aber wahrscheinlich zu harmlos ausgdrückt.

 

In der 5. Wahlperiode vom September 1930 bis Juli 1932 übernimmt er für die Deutschnationalen im Reichstag ein Abgeordnetenmandat.

 

 

Naumburger Briefe

National bekannt werden die von Georg Schiele herausgegebenen

Naumburger Briefe

zur Verteidigung der wirtschaftlichen Freiheit sowohl in unserer Volkswirtschaft wie im Verkehr der Völker.

Der erste erscheint 1917. Weitere folgen. Sie befassen sich mit wirtschafts-, innen- und aussenpolitischen Fragen vom Standpunkt der völkisch-nationalistischen Ideologie und schlagen die Brücke zu einflussreichen Vertretern der Landwirtschaft und dem Reichslandbund. (Vgl. Schmitz 55)

In deutschnationalen und -völkischen Kreisen gilt Schiele als Wirtschaftsexperte. "Herr von Wangenheim und [Georg] Schiele waren mir aus dem Krieg bekannt," erteilt General Erich Ludendorff im Jagow-Prozess (73) dem Reichsgericht in Leipzig 1922 Auskunft. "Sie haben mich dort in Wirtschaftsfragen aufgesucht und haben mit seltener Bestimmtheit vorausgesagt, wohin uns die Zwangswirtschaft, besonders in der Landwirtschaft führen wird."

Für den Rassentheoretiker, Antisemiten und Übersetzer von Joseph Arthur de Gobineau Essai sur l'inégalité des races humaines (Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen) Ludwig Schemann (1852-1938) war der Arzt und Schriftsteller aus Naumburg "ein höchst regsamer, urgesunder Denker, der seine von tiefer Überzeugung und echt deutschem Fühlen getragenen Anschauungen auf den verschiedensten Wegen, in Broschüren, Zeitschriften und Vorträgen zur Geltung zu bringen suchte." "Seine Hauptschriften sind alle mehr oder minder Ausführungen der Kappschen Grundgedanken und enthalten auch in irgendeiner Form seine Huldigung für den Meister ..." (1937)

Im Übrigen standen viele Experten und Politiker Schieles Schriften ablehnend gegenüber. "Ein schwärmerischer Knabe," urteilt Arno Voigt 1922, "der über Menschen, Mond, Sonne, Landwirtschaft, Geldtheorie und natürlich auch unmittelbar nach empfangener Aufklärung über Malthusianismus seine Systeme schrieb, weil er die Tinte nicht halten kann."

Nach dem Tod von Georg Schiele 1932 teilt Sohn Ernst Schiele die Einstellung der Naumburger Briefe mit.

 

 

Veröffentlichungen von Georg Wilhelm Schiele (Auswahl):

Über den natürlichen Ursprung der Kategorien Rente, Zins und Arbeitslohn (1908), Briefe über Landflucht und Polenfrage (1908), Zur Wohnungsfrage (1911), Gedanken über die Stellung des Haus- und Grundbesitzes (1912), Ueber innere Kolonisation und städtische Wohnungsfrage (1913), Wenn die Waffen ruhen! (1916), Fragen der Kriegsernährungspolitik (1917), Überseepolitik oder Kontinentalpolitik (1917), Der Ernährungssozialismus in der Verteidigung (1918), Einiges vom Tauschen und Handeln und andere Naumburger Briefe zur Verteidigung der wirtschaftlichen Freiheit (1918), Wirtschaftskrieg (1918), Wie der rechte deutsche Arbeiterfrieden aussehen muß (1918).

 

 

 

Kapp-Putsch

Im März 1920 ist Georg Schiele am Unternehmen Wilhelmstrasse beteiligt. "Neben [Gottfried] Traub, .... darf er", nach Karl Ludwig Schemann, "wohl als treuester unter Kapps Anhängern bezeichnet werden." (1937, 115) Wolfgang Kapp will ihn als Wirtschaftsminister für sein Kabinett. "Was das für Fachminister sind, die uns die Reaktion bescheren würde," darüber klärt Reichskanzler Gustav Bauer am 18. März 1920 in Stuttgart die Öffentlichkeit auf,

"das zeigt doch, glaube ich, am besten die Berufung des .... weltfremden, naiven Tagesschriftsteller Schiele, eines Mannes, der die doktrinärsten Ideen während des Kriegs vertreten hat, der von keinem Volkswirtschaftler ernst genommen wurde. Er ist an die Spitze des Wirtschaftsministeriums gestellt worden." (Bauer 74)

Der Putsch scheitert.

Viele verliessen zu früh die Fahne, nicht der Arzt aus Naumburg, erinnern sich später Mitstreiter von Kapp. Als das Scheitern des Putsches zur Gewissheit wurde, flieht Schiele nach St. Wolfgang (Österreich). "Dr. Schiele ist mit verschiedenen falschen Pässen teils im Inlande, teils im Auslande, u. a. in Ungarn aufgetaucht. Am 11. Oktober 1921 wurde er auf Grund des gegen ihn bestehenden Haftbefehls bei dem Versuch, die deutsch-österreichische Grenze auf bayerischem Gebiet zu überschreiten, festgenommen. Gegen eine Sicherheit von 100 000 Mark ist auch er dann auf freiem Fuß belassen worden." (Brammer 1922, 6)

Am 7. Dezember 1921 beginnt vor dem Vereinigten II. und III. Strafsenat am Reichsgericht in Leipzig der Jagow-Prozess. Ein Angeklagter ist Georg Schiele aus Naumburg. "Ich war der Meinung," sagt er den Richtern, "dass bei einem zweiten Vorstoss der Revolutionäre das Bürgertum diesmal nicht abseits stehen, sondern sich ganz energisch seiner Haut wehren würde." (Brammer 1922, 71)

 

 

Das Konzept vom freien Markt

In der Schrift Pax oeconomica (1922) erneuert Georg Schiele das Konzept vom freien Markt. Deutschland kann seiner Überzeugung nach nur auf Grundlage des freien Marktes gedeihen. Ursache für die wirtschaftliche Krise ist die staatlich gesteuerte Zwangswirtschaft. Sie brachte grosse Not über die Heimat. Selbst die staatlich organisierte Brotversorgung in Preußen ist nach Schiele von einer verhängnisvollen demoralisierenden Wirkung. Mit der Revolution entstand die Wirtschaftsweise des "falschen Sozialismus", die zum Zusammenbruch der Volkswirtschaft führt. Die Zwangswirtschaft ist nicht der richtige Weg, um dem zu entgehen. Vielmehr sollen die Gesetze des Marktes, des Wettbewerbs und der natürlichen Preisbildung siegen. Georg Schiele kündigt an: "Wir werden in allen Ständen wieder aufhören sozialistisch, planwirtschaftlich, gemeinwirtschaftlich (im falschen Sinne) zu denken und wieder anfangen liberal, d.h. richtig ökonomisch zu denken. "Es ist aber nicht nur der irrende Sozialismus der Lohnarbeiterschaft, welcher diese Verwirrung angerichtet hat. Sondern viel gefährlicher noch ist die Planwirtschaft, die hemmungslose Protektionspolitik, die Rationierung des Marktes, die Organisationswut der Unternehmer. …. was nutzen steigende Löhne, wenn der Arbeiter als Verbraucher verhungert? was nutzen steigende Kohlenpreise, wenn der Verbrauch dabei zusammenbricht? Arbeitergewerkschaften und Syndikate sind gleich schlimme Brüder gegen sich selbst und uns alle.

Was wir brauchen ist: freier Markt."

1925 schaltet sich der Arzt und DNVP-Politiker in die Debatte über den Arbeitsdienst ein.

 

 

Gesellschaft der Freunde der Artamanen e.V..

Am 11. Juli 1926 gründet Georg Schiele zur Unterstützung der schaffensfrohen Jugend, welche einen freiwilligen Arbeitsdienst auf dem Lande verrichten will, die Gesellschaft der Freunde der Artamanen e.V.. Den damit zusammenhängenden Fragen widmet er den Naumburger Brief  zum Thema Zur Siedlungsfrage (1926) und Mitkämpfer. Über Artamanen und freiwilligen Arbeitsdienst (1928). Die Gesellschaft zählt 1928 50 Einzelmitglieder mit 64 Kooperationen (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft, Vertreter der Zuckerfabriken, Landbund, Vereinigung der landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände der Provinz Sachsen und andere). Sie stellen der Bewegung bis 1929 insgesamt 75 000 Reichsmark zur Verfügung.

In der Provinz Sachsen verkörpern die Artamanen im Zeitraum von 1924 bis 1929 mit 98 Einsatzstellen eine vergleichsweise starke Bewegung. In Pommern bestanden 26, in Schlesien 52, in Thüringen 43 und in Hessen nur 11 Einsatzstellen. (Vgl. Schmitz 51) Es ist das Terrain der extremen politischen Rechte, die besessen von der Idee, den Menschen zum Zweck der Volksgesundung an den Boden zu binden. Ihre Vorgeschichte beginnt in der Bündischen Jugend. Unterstützung erhält die Bewegung aus einem Förderkreis, der vor allem aus Großagrariern besteht. Ihre Essentials lauten: Wiederherstellung der Ehre und Achtung der landwirtschaftlichen Arbeit, Kampf gegen die Landflucht, Ersatz und Verdrängung der polnischen Wanderarbeiter auf den mittel- und ostdeutschen Rittergütern, Selbsthilfe der Jugend gegen die Arbeitslosigkeit und Förderung des Siedlungsgedankens. (Vgl. Benz 328) Von hier ist es nur ein kleiner Schritt zur Forderung nach Besiedlung des Ostens und der Blut- und Bodenideologie. Heinrich Himmler notiert 1921 in sein Tagebuch: "Das weiß ich bestimmter jetzt als je, wenn im Osten wieder ein Feldzug ist, so gehe ich mit. Der Osten ist der (?) Wichtigste für uns (...) Im Osten müssen wir kämpfen und siedeln."

 

 

Die Initiative gegen den Young-Plan

Georg Schiele kommt, erinnert sich Alfred Hugenberg (vgl. Gedächtnis), die Idee einen Volksentscheid gegen die Verabschiedung des Youngplans durchzuführen. Der Präsident der internationalen Sachverständigenkommission Owen D. Young (1874-1962) wollte damit Deutschlands Reparationszahlungen abschliessend regeln. Für einen Erfolg des Volksentscheids müssten fünfzig Prozent aller Wahlberechtigten mit Ja stimmen. Bei der Abstimmung am 22. Dezember 1929 erhalten die Rechtsparteien lediglich 15 Prozent der Stimmen. In Naumburg (Saale) fällt das Ergebnis erwartungsgemäß etwas günstiger aus. Von den 26 467 Wahlberechtigten geben 8 910 Personen (34 Prozent) ihre Stimme ab. Mit Ja stimmen rund 8 493 Bürger. Schliesslich wird der Youngplan, der den Dawesplan von 1924 ablöst, am 18. März 1930 vom Deutschen Reichstag verabschiedet.

 

 

Die Wettiner Rede

Eine enge Zusammenarbeit pflegt Georg Schiele mit dem Stahlhelm. 1927 tritt er auf der Führertagung des Bundes der Frontsoldaten in Naumburg auf. Eine Zäsur setzt seine Wettiner Rede von 1930, die seinen Weg in den Faschismus vorzeichnet.

 

Als Reichstagsabgeordneter hält er am 1. Mai 1932 in Bad Oeynhausen vor der Jahresversammlung des Westfälisch-Lippischen Wirtschaftsbundes eine Rede. Unter dem Thema Freie oder gebundene Wirtschaft sieht er die Ursache der Krise in der "Verstärkung des kollektiven und sozialen Staates". Deshalb müssen wir, fordert er, zurück "zum System der Privatwirtschaft".

 

Am 28. September 1932 stirbt Georg Wilhelm Schiele in Naumburg (Saale). Die Trauerfeier findet im überfüllten Saal des Ratskellers statt. Der Vorsitzende Kreisvereins der Deutschnationalen Volkspartei Dr. Schöbel begrüsst alle Gäste. Die ehrenden Worte des Gedenkens spricht Pfarrer Traub.

 

 

Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik - Das Kabinett Bau, Band 1, Dokumente, Nr. 71. Bericht des Preußischen Staatskommissariats für die Überwachung der öffentlichen Ordnung über gegenrevolutionäre
Bestrebungen. [2. Oktober 1919], Seite 281-284. http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei1919-1933/cocoonAdR/AdR/0000/bau/bau1p/kap1_2/para2_72.html

[Bauer] Rede des Reichskanzler Bauer in am 18 März 1920 in Stuttgart. In: Karl Brammer: Fünf Tage Militärdiktatur: Dokumente der Gegenrevolution. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1920, Seite 72 ff.

Brammer, Karl: Fünf Tage Militärdiktatur. Dokumente der Gegenrevolution. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1920

Brammer, Karl: Verfassungsgrundlagen und Hochverrat. Beiträge zur Geschichte des neuen Deutschlands. Nach stenographischen Verhandlungsberichten und amtlichen Urkunden des Jagow-Prozesse. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1922

[Bund der Kriegsgeschädigten. Information über einen Vortrag von Dr. Georg Schiele] Militärische Sicherheiten. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 18. Januar 1918

Dewitz, Otto Carl Hermann August von: Schutz der deutschen Arbeiter in der Industrie und Verkehr. In: Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst 70 (1911), Viertes Vierteljahr, Seite 517 bis 520

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Autor: Detlef Belau


Geschrieben:
8. Juni 2010

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