Walter Hege und die Dom-Fotos

 

Walter Hege und die Dom-Fotos

 

SchuleDomerlebnisBeruf
Lehrer GuggVorbild Schultze-N. Geschäfte
KriegsdienstLehrjahre bei ErfurthFreunde
InflationsgeldMeisterschülerHeimatkünstler
Sohn der StadtHeges Dom-FotosHype
ÜberzeitlichkeitKritikRochade
Der Unpolitische Heimatlos 

 

Der Dom von Südwesten

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Am 26. November 1924 kündigte das Naumburger Tageblatt

Der Naumburger Dom und
der Meister seiner Bildwerke

an, die Bilder aufgenommen von Walter Hege (1893-1955) und beschrieben von Wilhelm Pinder. Das Buch, lobt der Rezensent Carl Pasche, "…. hat als reproduzierendes Werk einen ähnlich monumentalen Charakter wie das Werk des Dommeisters selbst". "Noch heute profitiert der Naumburger Dom", lautet die Bilanz der Stadt 88 Jahre später, "von dieser Bekanntheit und besonderen Aufwertung." (Günther 2013) Die Gelehrtenwelt ist sich einig darüber, dass Uta und der Bamberger Reiter ihre Popularität dem Naumburger Fotografen Walter Hege verdanken. (Ullrich 1998, Oexle 2004, 20)

 

Kindheit

Walter Hege wurde am 12. November 1893 in Naumburg an der Saale als Ältestes von sechs Kindern geboren. Sein Vater Friedrich Karl Hege besaß ein kleines Glasergeschäft und seine Mutter Paulina Alma Hege war Schneiderin.

Blick in die Michaelisstraße (2008)

Die Familie wohnte im großväterlichen Haus in der Michaelisstrasse. Als es später verkauft wurde, bewohnten sie das Hinterhaus. Weil der Familienvorstand gerne mit den Vermietern streitet, muss die Familie öfters das Quartier wechseln. So ziehen sie dann in die Kleine Salzgasse, Schulstrasse, an die alte Saale und auf den Steinweg, in die Marienstraße, Georgenstraße und zuletzt in ein eigenes Haus auf den Linsenberg 48 in Grochlitz. Hier herrschen bescheidene Lebensverhältnisse. "Arbeiten von früher Jugend an war für ihn [den Vater] wohl Erziehungsprogramm für mich," enthüllt Walter Hege in den "Jugenderinnerung". "Karnickel besorgen, ausmisten, Feld umgraben, Futter sammeln für Karnickel, oft auch mal für eine Ziege. Das war allerhand Arbeit, die mich zum geliebten Zeichnen nicht kommen liess. Tat ich es trotzdem, gab`s als Quittung Prügel." Der Vater lies es an körperliche Züchtigung nicht fehlen, wenn er wieder einmal die Fensterscheiben in der Nachbarschaft zu ersetzen waren. Er war "einer der gefährlichsten Gassenjungen", erinnert sich sein Bruder Fritz Hege (1956, 116) .

 

Schule  zurück

Blick auf Naumburg (Saale) um 1916*

Von 1900 bis 1908 unterrichtet ihn die Volksschule. Zeichnen war sein Lieblingsfach. Einmal musste er in der Schule ein Pferd mit Kreide an die Tafel malen. Es kam sogar dazu, dass alle guten Zeichner der Schule zusammengebracht wurden. Meist blieb er Sieger. Schulrektor Karl Hemprich erkennt sein Talent und fördert ihn. Der Großvater schenkte ihm Tusch- und Malvorlagen. An dessen Lob war ihm stets gelegen. Für ihn war er "Inbegriff des besten Menschen". "Mehr als der strenge Vater und galt mir mehr als meine Mutter", erklärt er in den Jugenderinnerungen seine Haltung.

 

Begegnung mit dem Dom  zurück

Blick vom Steinweg zum Dom
(vor 1930)*

"Bereits als Schuljungen zog es ihn", wie Bruder Fritz Hege (1956, 116) beobachtete, in den Dom. Eine Zeitlang wohnte die Familie Hege am Steinweg. Der unweit gelegene Dom mit den Kapellen und dem Kreuzgang, den kleinen Winkeln und Plätzen eignete sich gut zum Versteckspielen. Walter Hege erinnert sich daran gut: "Wir übten uns auf dem Gesims der Strebepfeiler und Seitenwände des Ostchores herum zu laufen, und so wurde mir die Welt des Außendoms bald vertraut. Den ersten und stärksten Eindruck erhielt ich von den sehr verwitterten Gestalten einer Anbetung der heiligen drei Könige oben an der Dreikönigskapelle. Sie waren fast unkenntlich durch Wetter und Zeit zerfressen, aber vielleicht gerade darum regten sie die Fantasie an. Wie oft habe ich von diesen Gesellen geträumt. Aber auch die Wasserspeier beschäftigen mich sehr - diese mit wildem Ausdruck immer zum Absprung in die Tiefe bereiten Gestalten von allerlei Getier und Menschen. Im Sommer wucherten um die Pfeiler des Kreuzgangs die Heckenrosen ... .

Blick in die Jakobsstrasse* (vor 1930)

So kannte ich den Aussendom schon lange Zeit, aber sein Innenraum blieb mir verschlossen, bis an einem Tag die Tür der nördlichen Vierung nur durch ein Gitter mit runden Stäben verschlossen war. (….) Da zwängte ich neugierig meinen Kopf in einen der Zwischenräume. Kühle Luft wehte mir entgegen, langsam gewöhnten sich die Augen an die Dämmerung und langsam konnte ich erkennen, was drinnen war. Zuerst sah ich links an der Wand hinter einem rostroten [....] vergoldet glitzernden, verschnörkelten Barockgitter einen riesenhaften Christus am Kreuz hängen, blaugrau in der Farbe der Leiche, wie ich sie von meinem Grossvater kannte, als er so still dalag damals. Aber es war kein friedliches Gesicht, über das das Blut floss und richtige Heckendornen um die Haare gewunden waren! Mich versetzte dieser Anblick in Angst und Furcht und schreiend lief ich davon. Und war zum Spiel mit den Anderen nicht mehr zu gebrauchen. Doch immer wieder packte mich das Gesicht und so zog es mich wieder an die Tür, den zweiten Blick zu wagen … Diese Kinderbegegnung hat mich ein Leben lang begleitet und wurde mir so zum Schlüssel auch meiner späteren Kunstbetrachtung und Kunstbegeisterung." (Jugenderinnerung)

 

Beruf  zurück

Sein "erster großer Irrtum" (Hege) des Lebens begann 1908 nach dem Abschluss der Volksschule. Auf Druck des Vaters beginnt er in einem Naumburger Galanteriegeschäft die Kaufmannslehre. Ihm lag das "Gnädige Frau" überhaupt nicht.

Marientor (2007)

"Es war keine schöne Zeit." Ein "Lichtblick" (Hege) waren die 1 ½ Stunden der Mittagszeit mit den Ölfarben in Tuben am Marientor, sie gehörten ihm. Der Kaufmannsberuf ergriff ihn nicht innerlich, wohl aber das Kino. Schliesslich sahen die Eltern ein, dass er für diesen nicht geeignet war.

Dann begann die Arbeit beim Onkel in der Schuhfabrik Weißenfels. Früh 5 Uhr ging es los, abends gegen 6 bis 7 Uhr erste wieder zu Hause.

In der Freizeit bastelte er, berichtet sein Bruder Fritz später, aus Zigarrenholzkisten eine Kamera zusammen. Mit der Fixfocus machte er die ersten Aufnahmen von den Naumburger Höfen und Gassen.

Am 1. Januar 1909 beginnt das Zeichentalent bei Malermeister Paul Hüttig in der Artilleriestraße als Dekorationsmaler seine zweite Lehre. Die verbleibende Zeit in der Schusterbude wurde ihm vollends zur Qual. Wenn in der zweiten Lehre für das künstlerische Malen auch kein Raum blieb, sagte ihm das doch deutlich mehr zu. Sein Gesellenstück als Dekorationsmaler sollte die Erneuerung eines Vestibüls in der Grochlitzer Strasse mit ornamentaler Deckenmalerei werden. Für die theoretische Prüfung gab es ein "gut".

 

Diese Begegnung war schicksalhaft ....  zurück

Den jungen Hege zieht es mit Skizzenbuch und Farbtöpfen in die Natur hinaus. Es entstehen die ersten Mal- und Zeichenstudien. Eines Sonntags, der Herbst ging dem Ende zu, deutet ihn der Vater, die Zeichnungen einzupacken. Mit der Bahn fuhren sie nach Bad Kösen und wanderten weiter nach Saaleck zum berühmten Professor Paul Schultze-Naumburg.

Torturm vom ehemaligen Anwesen von Schultze-Naumburg in Saaleck (2008)

Durch ein Tor traten sie in einen märchenhaft angelegten Garten. Als sie auf das Haus zugingen, kam es ihnen wie ein Schloss vor. Höflich gewährte der Hausherr Einlass. Der Vater präsentiert dem Professor die Zeichnungen vom Sohn. Beim Betrachten der Bilder, fragt jener, ob er Geld hätte, um den Sohn auf eine Kunstschule zu schicken. Das muss er verneinen. Darauf der Hausherr: "Drüben, meinem Hause gegenüber wohnt Maler Hugo Gugg (1878-1956). Der ist auch Dekorationsmaler gewesen und jetzt malt er nur Bilder und ist außerdem Lehrer in einer Malschule." Dankbar für den Rat, begeben sich Vater und Sohn über die Straße zum Haus des Landschaftsmalers.

 

Hugo Gugg
geboren am 21. August 1878 als Sohn eines Dekorationsmalers Otto Gugg und dessen Frau Henriette, geborene Scheidig
1885-1893 Volksschule Leipzig
1893-1897 Lehre als Dekorationsmaler bei Gollmar & Franke, Leipzig
1897-1899 Ein Semester Studium an der Akademie der bildenden Künste in Leipzig
1898-1899 Studien im Erzgebirge
1898 Ausstellung im Bildmuseum Leipzig
1890-1902 Dekorationsmaler bei Gollmar & Franke Leipzig
1900 Eheschließung mit Milda Gugg, sieben Kinder
1902 Entdeckung durch den Leipziger Museumsdirektor Professor Schreiber
1902-1921 in der Malschule von Professor Schultze-Naumburg (Saaleck) tätig
1905 Erste Studienreisen nach Italien
1914-1918 1. Weltkrieg, Soldat
1921-1945 Berufung zum Professor an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Weimar (Malklasse Landschaft)
Gestorben am 25. April 1956 in Weimar

(Nach: Thomas Holz, Herausgeber: Hugo Gugg. Druck Biberacher Verlagsdruckerei GmbH & Co., Biberach an der Riss 1997, Seite 114)


Saaleck mit Burgruine von Hugo Gugg. Gemälde (Ausschnitt), Öltempera 33 mal 45 Zentimeter. Vorne rechts der Eingang zum Schulhaus, die Wohnung der Familie Gugg.

Der empfing sie in kurzen Hosen, Sandalen und mit "übertriebener Freundlichkeit" (Hege). "So selten freundlich hatte mich noch nie ein Mensch im Leben angesprochen, nur mein Grossvater …", bleibt Walter Hege in guter Erinnerung. Gütig betrachtet Hugo Gugg die Zeichnungen. Dann holt der Meister die seinen, um die gemeinsam anzuschauen, ohne zu vergessen, ihn zum fleißigen Üben zu ermuntern. "Es war alles wie ein schöner Traum. Diese Begegnung war schicksalhaft geworden." (W. Hege)

Nach vielen Übungen legte Hege in Saaleck Hugo Gugg seine Mal- und Zeichenstudien vor. Der Meister lobte alles und zeigte ihm eigene Zeichnungen. "… ich wusste nun wieder auf Jahre genug. Es war alles noch nicht gut genug", erkennt der Siebzehnjährige.

 

Ja so ein Maler, .... wollte ich auch gerne werden  zurück

Blick von Saaleck in Richtung Himmelreich mit Kalkberg  (2011)

Im Himmelreich gegenüber von der Rudels- und Saalecksburg am Kalkberg des Saalebogens gelegen, verdingt sich der Hege als Kellner und Postkartenverkäufer. Vom Ausflugslokal blickt man auf das Anwesen von Paul Schultze-Naumburg in Saaleck. Er schwärmt für den "neumodischen Professor". "Alle liefen [dort in Saaleck] barfuß in Sandalen und Reformkleidung herum. Das hatte auf mich grossen Eindruck gemacht. Ja so ein Maler, ein Kunstmaler wollte ich auch gerne werden ….", bekennt er in seinen Jugenderinnerungen.

 

Kleine Geschäfte  zurück

Es war etwa im dritten Jahr der Lehre als Dekorationsmaler, "Es verging fast kaum ein Sonntag," schildert Walter Hege Jahre später seine Lebensart, "wo nicht wenigstens ein kleine Zeichnungen oder eine Ölskizze entstand." Bürgergarten, Blütengrund, Schönburg oder Saale boten ihm reichlich Motive. Bald schliessen sich zwei Gleichgesinnte seines Alters an, was den Spaß erhöhte und zur Arbeit anspornte.

Die Schönburg (2004)

Der junge Maler erhielt Zuspruch und ein wenig Unterstützung. Ein Lehrer seiner Schwester wurde ihr Mäzen, brachte kleine Aufgaben, zeigte ihnen Seemanns Kunstblätter und das wichtigste: er verschaffte ihnen freien Eintritt zu den Ausstellungen des Kunstvereins und besorgte ihnen sogar kleine Aufträge. Ernst Heinrich Bethge hiess der Mäzen. Es entstand die Serie Naumburger historische Tore und Türen und Alte Höfe. Als diese Postkarten wirklich gedruckt in den Buchläden waren, erfüllte es ihn mit Stolz. Für das Bild Weinberg am Blütengrund für den Kaufmann Tuffner während des dritten Lehrjahres als Dekorationsmaler erhält er gar 30 Mark. - Die Beschäftigung mit der Fotografie war zu dieser Zeit "nur eine gelegentliche Freizeitbeschäftigung". (Jugenderinnerungen)

"Vater entdeckte plötzlich für Sonntags eine neue Einnahmequelle", notiert Walter Hege in den Jugenderinnerungen. "Im Frühjahr, Ostern, zur Baumblüte, Pfingsten zogen die Naumburger hinaus ins Grüne, vor allem nach der Unstrutmündung. Da gab's eine Fähre über die Saale, wo der Kahn an einem Seil, welches über eine Rolle lief, hinüber und herübergezogen wurde. Die Apfelbäume blühten üppig und in den Saalewiesen leuchteten die wilden Tulpen und der Löwenzahn. Nahe der Fähre waren Gartengasthäuser, "Der Blütengrund" und das "Wasserschlößchen". Bänke und Tische im Freien unter den Bäumen und für die Kinder die Schaukel. Da wurde nun "Hilfskellner" gespielt. Zuerst fing es bei mir mit Postkarten an, aber dann mußte auch ich die Biergläser schleppen. Gegen Biermarken nahmen wir das Bier in Empfang. Abends wurde abgerechnet und die Prozente ausgezahlt. Außerdem bekamen wir das Essen. Es war meist besser als daheim, denn Mutter konnte sich solches Essen für uns nicht leisten. Wehe nun, wenn es Zechpreller gab, wenn Gäste durchgingen, ob mit Absicht oder nicht. Dann war der Tagesverdienst hin. Noch schlimmer aber, wenn es mehr war, welche Vorwürfe bekam ich vom Vater! Das war kein schöner Heimweg, wenn auch die Sterne noch so leuchteten die Wiesen noch so dufteten und die Nachtigallen noch so sehr sangen, es war dann kein Trost."

 

Kriegsdienst und Verwundung  zurück

Kramerplatz / Lindenring *

1912 beendet er bei Paul Hüttig in Naumburg erfolgreich seine Lehre als Dekorationsmaler. Die Mutter orientierte ihn auf die Stadt Dresden. Auf der Zugreise nach Elbflorenz macht er in Leipzig Station. "Was gab es da zu staunen" (Hege), die Bilder von Max Klinger, die "Sirenen des Odysseys" (Greiner) und das Beethoven-Denkmal. Jahre später, auf der Deutschen Fotoausstellung und I. Internationalen Fotoausstellung im Grassi Museum, werden auch seine Fotos vom 24. September bis 23. Oktober 1930 zu sehen sein.

In Dresden traf er einen alten Kollegen aus Naumburg, der in seiner Schlafstelle ein Bett frei hatte. In der Alaunstrasse hausten sie vier Treppen hoch zusammen mit dem Sohn der Vermieterin, jeder für drei Mark die Woche. Nach einigen Tagen vermittelte ihn der paritätische Arbeitsnachweis in das Loschwitzer Villenviertel. Auch in Altenburg (Sachsen) soll er gearbeitet haben.

"Und dann kam ich [bis August 1913] zu den Dresdner Jägern", schildert Hege 1935 seinen weiteren Lebensweg, "tagsüber exerzierte ich als Rekrut und abends zeichnete ich in der Kunstgewerbeschule". Gleich nach dem Ausbruch des Krieges erfolgt die Einberufung als Meldegänger.

Im Mai 1915 verletzt ihn ein Brust-Lungendurchschuss schwer. Für den Einsatz um die Loretto-Höhe im Mai 1915 erhält er das Eiserne Kreuz II. Klasse und die Friedrich-August-Medaille. Nach der lebensrettenden Behandlung der Ärzte in der Chirurgischen Klinik Giessen 1915, pflegt ihn die Familie im Elternhaus. Der Kriegseinsatz ist abgeschlossen und in Burgscheidungen (Unstrut) erwartet ihn ein Kuraufenthalt.

 

Lehrjahre bei Hugo Erfurth  zurück

Nach der Genesung und Beendigung des Kriegsdienstes treiben ihn künstlerische Ambitionen nach Dresden zurück. Schon einmal - 1912/1913 - belegte er hier Abendkurse an der Kunstgewerbeakademie. In der Grafikklasse Dresden von Professor Georg Oskar Erler (1871-1950) übt er jetzt Zeichentechniken.

Werbung für eine Kleinbildkamera aus den 30er Jahren

Von April 1918 bis März 1920 folgen die Lehrjahre bei Hugo Erfurth (1874-1948), einen der "wenigen grossen Porträtisten, den die Fotografie hervorbrachte" (Steinert 1961). Der "idealistisch gesinnte Lichtbildner" (Hartlaub 1961) pflegte einen impressionistischen Stil und war bekannt für sein Faible, den Gemütszustand auf Fotoplatte einfangen zu wollen. Hege lernte bei Erfurth die Vokabeln des strengen Bildaufbaus und den Umgang mit langen Brennweiten. Und er beeinflusste ihn künstlerisch.

Am 27. März 1920 legt der Schüler erfolgreich die photographische Gesellenprüfung ab.

 

Freunde  zurück

"Als die Zeit [der Lehre bei Hugo Erfurth] um war", vertraut uns der Meister der Kamera 1935 (48) an, "zog ich als Landstreicher los, ohne Geld natürlich, aber mit einer geschenkten Kamera". Im Rucksack ein selbst geschnitzter Kasperle, durchwandert er von April bis zum Herbst 1920 Franken, Bayern und den Böhmerwald. Bis zum 29. Juni begleitet ihn sein Freund Hans Kinder (Chronik 249).

1921 gründet Walter Hege im elterlichen Haus auf dem Linsenberg 48, weit ab vom Naumburger Geschäftsviertel, eine kleine Fotowerkstatt. Noch bis 1926 wohnt er hier in Grochlitz und ist als selbstständiger Fotograf und Graphiker tätig.

Zum Vertrautenkreis gehören der fünfzehn Jahre ältere Stadtbaurat Friedrich Hossfeld.

Eine enge Freundschaft verband ihn mit Wilhelm Reeg (1889-1967). Der Lehrer aus Dorndorf an der Unstrut, der wiederum mit seinem "Mäzen" Ernst-Heinrich Bethge befreundet war, gehörte der Wandervogelbewegung an und richtete unter dem Dach des Schulhauses eine einfache Jugendherberge ein. Seine Schule war damals eine Art Depot für die Hegeschen Fotografien (vgl. Chronik 249, Speck 2012). Zusammen unternehmen sie Wanderungen, fotografische und filmische Exkursionen. 1921 fahren sie mit einen Kahn bis Hamburg. "Hege war in den 1920er Jahren häufig in Dorndorf. Durch Wilhelm Reeg lernte er auch Elisabeth Gräfin von der Schulenburg kennen, die er nach deren Scheidung 1928 heiratete." (Speck 2012)

Bald entstehen farbige Steindrucke, die Naumburger Kunstblätter. Zwei Lithographien Alter Hof mit Torblick auf die Marienstrasse und Blick auf den Dom erscheinen.

 

Inflationsgeld  zurück

Kirschfest in Naumburg (1928)

Nicht die Bildmappen zum Dom (1922) oder das berühmte Fotobuch Der Naumburger Dom und der Meister seiner Bildwerke (1925) machten ihn populär. Es waren seine Scherenschnitte für das Not- oder Inflationsgeld der Städte Freyburg ("Edelackerserie"), Quedlinburg ("Heinrich der Vogler"), Detmold ("Als die Römer frech geworden"), Jena ("Erlkönig") und im September 1921 für Frankenhausen ("Geschehnisse des Bauernkrieges zu Frankenhausen").

Am 11. November 1920 kündigt die Stadtzeitung von Naumburg das neue Notgeld an. Stadtrat Lehrer Ernst Heinrich Bethge, brachte bei den Magistratsberatungen über das neue Notgeld die Scherenschnitte ins Spiel, die Walter Hege und sein Freund Heinz Kinder für die Aufführung des Schattenspiels Die Hussiten in Naumburg im März 1920 in Hellerau bei Dresden anfertigten (vgl. Ursula Diettrich-Wagner 1998).

Markt mit Blick zum Rathaus (um 1933)*

Das Notgeld in skurriler Komik und expressionistischer Formensprache brachte der Stadtverwaltung viel Geld und gewaltigen Ärger ein. Für Walter Hege war es ein enormer Gewinn an Reputation, den er vor allem Ernst Heinrich Bethge zu verdanken hatte. Inzwischen war es "zu einem Wahrzeichen des Kirschfestes geworden" (Fritz Hege).

 

Meisterschüler  zurück

Seit April 1921 ist Walter Hege Schüler der Klasse für Landschaftsmalerei von Hugo Gugg, dem Nachfolger von Theodor Hagens an der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Weimar. Aufgrund hervorragender Leistungen ernennt ihn das Professoren-Kollegium der Kunsthochschule Weimar zum Meisterschüler, teilt das Naumburger Tageblatt am 2. Januar 1924 mit.

Sein Lehrer gehörte zum Saalecker Kreis und war bald nach Ausgliederung der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst aus dem Bauhaus im April 1921 zum Mitglied des Kollegiums aufgerückt. Gugg und Hege unternehmen 1924 zusammen eine Studienreise nach Italien, die sie bis nach Sizilien führt.

 

 

Heimatkünstler  zurück

Jacobsstrasse um 1906*

Zusammen mit Ernst Heinrich Bethge hielt er um 1921 Lichtbildvorträge über Naumburg, den Dom und seine Umgebung. Sprache, Text und Bild mussten zu einer Komposition vereint werden. In einigen Veranstaltungen traten zur musikalischen Umrahmung die Sängerin Viktoria Vogt, Anna Schulz und Gretel Sproß auf. Sein Mäzen, wie er ihn nennt, gestaltet derartige Vorträge oft im Auftrag des Ausschusses für Jugendpflege im Regierungsbezirk Merseburg, aber auch schlicht zu Volksunterhaltung.

An der Volkshochschule Naumburg gibt Walter Hege Zeichenunterricht, leitet ein Laienpassionsspiel in der Schlosskapelle von Goseck und hält Lichtbildvorträge über seine Heimat. "Das nächste was nun mein Bruder beginnt ist", berichtet Bruder Fritz 1956 (117), "den Dom zu fotografieren." Vielleicht blieb die Porträtkundschaft in der ökonomisch schwierigen Zeit der Inflationszeit aus. Mit einer 18 mal 12 Zentimeter Kamera und einem Porträtobjektiv von 45 Millimeter Brennweite entstehen auf 9 mal 12 Zentimeter Fotoplatten die ersten Dom-Fotos.

Hege legte die erste Mappe mit Fotos vom Naumburger Dom vor. Der Heimatkünstler hat seine Arbeit vollendet, meldet die Stadtzeitung am 22. Juli 1922, "die in Naumburg und in der Kunstgläubigen Welt frohes Erstaunen hervorrufen wird." Er ist in die "magischen Geheimnisse" des Doms eingedrungen und hat "die Seele, die im Stein schlummerte …. zu erkennen versucht". "Die Bilder sind ein "Ausklang des Akkordes, der aus dem Steinwerk tönt." "Und dieser volle Akkord ist das starke, bewusste Leben das aus den Steinfiguren zu uns spricht." (Beseelte Steine) Einige geglaste Bildwerke sind im Schaufenster der Buchhandlung Petersen in der Herrenstraße für einige Tage ausgestellt.

Markt 10 (Kaisersche Haus) in Naumburg (Saale) mit der 1925 eröffneten "Werkstatt für Lichtbildnerei. Walter und Kurt Hege". (Quelle: Naumburg 1993)

Wiederaufbau des Hauses durch die Stadt 1926.

Quelle: Deutschlands Städtebau, Naumburg a.S. und Bad Kösen, "DARI", 1921

1923 erscheint im Utopia-Verlag Weimar von Bruno Adlers ein mehrbändiges Mappenwerk mit eingeklebten Originalfotos vom Naumburger Dom und seinen Skulpturen. 100 Exemplare sind geplant.

Am 13. August 1925 legte er die Meisterprüfung des Fotografenhandwerks vor der Handwerkskammer in Halle (Saale) ab.

Im Oktober 1926 eröffnen Walter und Kurt Hege ein Atelier und Fotogeschäft im Kayserschen Haus am Markt.

 

Sohn unserer Stadt  zurück

In einem Vortrag prägt Bruder Fritz Hege 1956 die Sentenz:

"Walter Hege, ein Sohn unserer Stadt".

Siegfried Wagner erhärtet dies im Vorwort zu den Jugenderinnerungen (1998) von Walter Hege mit dem Hinweis, dass der Künstler die "eigentlich Prägung, gerade auch in ästhetischer Hinsicht" "aus der Naumburger Kindheit" mitbringt.

In der Stadt des jungen Hege dominiert die streng nationale Familie das politische Klima. [1, 2] Intensiver und organisierter als anderen Orts, sinnt man hier kollektiv über Revanche für die erlittene narzisstische Kränkung des Nationalbewusstseins nach. Weite politische Kreise, wie Völkische, Deutschnationale, Stahlhelmer, Alldeutsche, Monarchisten - verfallen den Mythen des wilhelminischen und deutschnationalen Denkens. Aus Opferbereitschaft für das Vaterland und bedingungsloser Gefolgschaftstreue formt die strenge nationale Familie einen neuen Heldentypus. Gegen Westen brüllt der Sterbende Löwe auf dem Denkmal nahe der Rudelsburg.

Lange Zeit begriff die kunsthistorische und regionalgeschichtliche Forschung den Satz Walter Hege, ein Sohn unserer Stadt nicht als Möglichkeit für einen ergänzenden methodischen Ansatz ihrer Untersuchung, sondern lediglich oberflächlich als eine Art schickliche Metapher, verband damit nicht die Frage nach der Mentalisierung der sozialen und politischen Regional- und Stadtkultur. Somit konnten wichtige politische- und sozialdeterminierte Umstände und Bedingungen der Entstehung und kunstpolitischen Finalisierung der Dom-Fotos nicht abgebildet werden. Erst die kritische Rezeptionsphase konnte diesen ernsten Mangel überwinden (siehe Hildegard Brenner 1962, Friedrich Kestel 1988, Angelika Beckmann und Bodo von Dewitz 1993, Peter Kurmann 1993, Wolfgang Ulrich 1998, Gerhard Straehle 2009 + Dokumente 12, Ulrich Pohlmann 2014). Damit nimmt Kunstkritik in frappiernder Art und Weise systemischen Charakter an, dass heisst sie vereint kunsthistorische, architektektonische, politische, exemplarische, fototechnische und -künstlerische, epistemologische (also philosophische) und biografische Determinanten.

 

 

Die Dom-Fotos  zurück

Der Dom von Osten.

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Im Dienste der schöpferischen Lichtbildkunst (1934) lebte Hege "einen ganzen Sommer" "im Dom seiner Heimatstadt, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sich abmühend, ausgerüstet mit den einfachsten photographischen Apparate, ganz auf sich selbst gestellt, von niemand unterstützt." Als Arbeitsergebnis legt er 1925 im Deutschen Kunstverlag Berlin das Fotobuch

Der Naumburger Dom und
der Meister seiner Bildwerke
aufgenommen durch Walter Hege
beschrieben von Walter Pinder.

vor. Es war eine "optische Tat" (Angelika Beckmann 1993) nicht geahnten Ausmaßes: "Der Pindersche Texte und die Hegeschen Photos standen sich in ihrer Expressivität und Engagements in nichts nach." Den Texten sind völkische Töne eigen (Oexle 2004, 20). Hege erinnerte an den Expressionismus in der Filmkunst der 20er Jahre und an die romantischen Visionen von Kirchen und Kathedralen, wie sie einst von Caspar David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel gemalt wurden (Oexle 2004, 20). Es kehrt die von Hugo Erfurth geschaffene Art von Bildnissen "besonders eindringlicher Art" zurück, die "das menschliche Anlitz und Wesen einer Persönlichkeit" (Steinert 1961) wiedergeben.

Vier Phasen der Rezeption der Dom-Fotos  zurück

1. Der Hype. Die Naumburger Euphorie (Wolfgang Ullrich) beginnt mit der Ankündigung des fünfzig Seiten Text und 87 Bildtafeln umfassenden Werkes am 26. November 1924 im Naumburger Tageblatt. Verfasser Carl Pasche verspricht:

"Das neue Buch ist das erste,
das uns den Dom richtig zeigt".

Der Autor von Professor Walter Hege (1934) feiert den Architekturfotografen als

"Entdecker des Naumburger Doms"

und eigentlichen "Offenbarer jener Kunstwerke, die nun dem ganzen deutschen Volk zugänglich geworden sind".

Nordseite des Laufganges mit den Stiftern von links: Wilhelm, Timo, Ekkehard-Uta, Gepa, Dietrich.

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Bis 1935 erscheint der Foto-Band in einer Auflage von 12 000 Exemplaren. (Hege / Wilhelm Schöppe 1935, 44)

Die Dom-Fotos imponieren durch eine psychologisierende, dramatisierende Betrachtung und "persönliche Ergriffenheit", sie bewegen sich auf dem "schmalen Grat zwischen sensibler Einfühlung und expressiv Nach- und Neuschöpfung des Gesehenen", schreibt Angelika Beckmann 1993 (28).

Gleich seinem Lehrer Hugo Erfurth, der Freude daran fand psychische Grenzen aufzureissen und blosszustellen (Hartlaub 1961), animiert Hege die Skulpturen vom Westchor des Naumburger Doms.

Das gefielt nicht allen. Willibald Sauerländer kritisiert "die Vulgarisierung und verlegerische Vermarktung des Phänomens Naumburg durch Bildbände, in denen sich ein filmischer photographischer Stil der Figuren bemächtigt und sie stimmungsvoller inszeniert als irgendeine Beschwörung durch das Wort es vermöchte." (Zitiert nach Straehle 2009, 352) Trotzdem oder gerade deshalb wird das Fotobuch von 1925 mit Lob überschwemmt.

Auf die Frage, Was war denn so außergewöhnlich an diesem Buch und seinen Bildern?, antwortet der Meister der Kamera 1935 (44):

"Wohl als erster und aus mir heraus hatte ich die Kamera so verwendet, dass die Blickrichtung auf die Figuren die gleiche war, wie sie der im Dom umherwandernde Besucher hat. Dank der langen Brennweite und dem grossen Abstand vom Objektiv wiesen die Aufnahmen nur einen kleinen Blickwinkel auf und kamen ohne Verzeichnungen heraus."

"Der Naumburger Walter Hege und sein Werk" von 1943 stellt noch einmal sein Verdienst heraus, "die Schönheiten deutscher Dome" erschlossen zu haben. Und das war wichtig. Denn die Deutschen sind ein "Volk", erklärt Paul Schultze-Naumburg in Kampf um die Kunst (7), "das einst in unseren gotischen Domen bei den steinernen Helden und hölzernen Heiligen seine Erquickung und die Quelle tiefen inneren Glückes fand."

So einfach war das mit dem Volk nicht. Zumindest schien es so, als ob es sich dafür nicht so recht interessierte. "Eine unter Leitung von Adolf Reichwein und Walter Hege für den Sommer 1924 geplante Naumburgwoche, bei der die Annäherung an die mittelalterliche Kunst mit der Auseinandersetzung mit dem mittelalterlichen Wirtschaftssystem der Gilden verbunden werden sollte, musste ausfallen, dazu wenig Anmeldungen eingingen." (Reimers 268) Offenbar treiben den Bürger nach Jahren der Lebensmittelrationierung und überstandener Hyperinflation andere Bedürfnisse voran, als die Konsumtion im expressionistischen Stil gehaltene Fotos aus dem Westchor. Das offensichtlich damals in der Breite nicht vorhandene Kunstinteresse am Dom bedeutet nicht, dass es für dessen Popularisierung und ideologischer Institutionalisierung kein gesellschaftliches Bedürfnis gab.

Ekkehard und Uta.

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Denn ausgesprochen wurde es schon, zum Beispiel 1943 in Der Naumburger Walter Hege und sein Werk: Die Dom-und Skulpturenfotografien führen "über ein unmittelbares Erlebnis zu tiefer Erkenntnis deutscher Kunst". Gemeint ist damit die fotografische Formensprache, die die Codes der Seelenkraft des Volkes (Uta), das anmutig Weibliche (Reglindis), die Wachsamkeit gegenüber dem Feindlichen (Ekkehard) und das Heldische erschliessen. Für eine derartig heimattreue, völkische und nationale Skulptur- und Baukunst meldet der Heimatschutzbund und Kampfbund für deutsche Kultur Bedarf an. (Vgl. Kirsch 1998)

Etwas unscharf, aber doch erkennbar, deutet Carl Pasche (1924) mit der Feststellung Das Grundwasser unserer Seele war verschüttet, bereits auf das gnoseologische Konzept ("die Perspektive" der Aneignung) hin. Mit den Hege-Fotos beginnt sich das Grundwasser unserer Seele wieder zu heben.

Gerhard Straehle erhellt in Der Naumburger Meister in der deutschen Kunstgeschichte. Einhundert Jahre deutsche Kunstgeschichtsschreibung 1886 bis 1989 die Rezeption und Debatte um die Dom-Fotos.

 

2. Überzeitlichkeit  zurück

Die Bewältigung der persönlichen Verantwortung für die Kunst im Dritten Reich gelingt zunächst durch Weltflucht (Klaus Honnef 1985) (Beckmann 2005, 12).

 

Uta.

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

3. Kritische Rezeption  zurück

In der Öffentlichkeit überdauert der Hype um die Kunst- und Architekturfotos vom Naumburger (1925) und Bamberger Dom (1927) die politische Zeitenwende. Die Vorkriegskritik am Foto-Buch (1925) entfaltet ihre Wirkung im Wesentlichen in der akademischen Sphäre. Ausserdem fehlte ihre lange Zeit eine politische Dimension, die stringent die Frage nach dem Einfluss der nationalsozialistischen Kunstpolitik und Ideologie elaborierte. Erst als ein kritisches Bewusstsein zum deutschen Empfinden, der Seelenkraft des Volkes, dem Heroenkult und der Monumentalität wächst, die Kunst- und Kulturpolitik im Nationalsozialismus durchleuchtet wird, geht die hymnische Epoche der Verehrung der Architektur-Fotos von Walter Hege zu Ende. Hildegard Brenner erkennt 1963 in Kunstpolitik des Nationalsozialismus (31) bei Walter Hege Tendenzen zum "Rassekunstphotographen". 1988 fragt Friedrich Kestel in der Zeitschrift Fotogeschichte: Rassenphotograph oder / und Meister der Lichtbildkunst? - und antwortet: "Hege Arbeiten sind Bildzeugnisse nationalsozialistischer Kunstauffassung". "Hege gehörte als Künstler zu den führenden Propagandisten des Nationalsozialismus." Damit deutet sich ein Paradigmenwechsel in der Rezeption der Hege-Fotos an, wozu besonders die Beiträge des Kataloghandbuchs zur Ausstellung

Dom Tempel Skulptur.
Architekturphotographien von Walter Hege

vom 6. November 1993 bis 16. Januar 1994 im Römisch-Germanischen Museum von Köln beigetragen haben. (vgl. Angelika Beckmann und Bodo von Dewitz 1993, Angelika Beckmann 1993, Peter Kurmann 1993).

Südliches Seitenschiff.

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Im Aufsatz Fehlinterpretationen oder kühne Visionen? untersucht Peter Kurmann (1993, 37f.) die Reaktion der Kunstgeschichte auf die Dom-Fotos. Sein Ausgangspunkt: "Zweifellos haben Heges Aufnahmen der Naumburger und Bamberger Figuren dazu gedient, die nationalsozialistische Kulturpropanda und Rassenlehre zu verbreiten, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich Hege dagegen gewehrt hat." Das heisst aber noch lange nicht, insistiert der Autor, dass seine Bilder zu diesem Zweck entstanden sind. Er plädiert dafür: "Man wird die Aufnahmen Walter Heges weniger als Reproduktionen von Kunstwerken des 13. Jahrhunderts, sondern als Dokumente der 1920er Jahre und ihres Verhältnisses zur mittelalterlichen Kunst gelten lassen." Im Grunde nähert er sich damit auf argumentativem Umweg den modernen Kritikern wieder an, wenn die Verhältnisse (Kurmann) die Existenz und Wirkung der nationalsozialistischen Ideologie umgreifen (mit einbeziehen). Peter Kurmann nennt den heutigen "Nutzwert der Hegeschen Aufnahmen" "gering" und warnt: In "unseren Tagen dürfte es hoffentlich keinen Dozenten der Kunstgeschichte mehr in den Sinn kommen, seine Diapositive nach den Vorlagen der Photographie Walter Heges herzustellen, denn dazu ist ihr Dokumentationswert zu gering."

 

4. Rochade  zurück

Zunächst sah es so aus, als wenn mit der Ausstellung 1993/94 in Köln der Paradigmenwechsel in der Interpretation und Rezeption der Dom-Fotos vollzogen. Aber dem ist offensichtlich nicht so. Aus Anlass des 50. Todestages von Walter Hege gibt Doktor Klaus Kleinschmidt (Wiesbaden) 2005 einen Erinnerungsband heraus, der mit den Worten angekündigt, ein Fotograf der "Gotische Bauten

im strengen Stil von Bauhaus
und Neuer Sachlichkeit fotografiert"

- "… das ist sein Markenzeichen". (Ankündigung)

Damit tritt die Aneignungsweise der Dom-Fotos in die Phase der Rochade. Ziel ist es, den König durch einen Doppelzug in Sicherheit zu bringen.

Im ersten Zug werden bestimmte Werke des Foto-Künstlers ausgeklammert. Zum 50. Todestag wählt man Fotos aus Fauna & Flora und Garten & Veduten aus. Im zweiten Zug setzt man darauf das Gesamturteil. Im Genre Architektur, Landschaft und Natur rechnet der Herausgeber des Erinnerungsbandes von 2005 Walter Hege zur Fotografen-Weltelite. Er rückt ihn in die Nähe der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens, obwohl er diese sowie "progressive Strömungen" der Kunst überhaupt ablehnte, wie Angelika Beckmann 2005 (11) ausführte.

Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie des Münchner Stadt Museums, erhärtet diese Interpration 2014. Aus Anlass der Ausstellung Das andere Griechenland - Fotografien von Herbert List (1903-1975) und Walter Hege (1893-1955) im Lindenau Museum-Altenburg stellt er fest: "Mit der Bildästhetik der Moderne des in den 1920er / 30er Jahren allgegenwärtigen Neuen Sehens bzw. der Neuen Sachlichkeit sah Hege keinerlei Gemeinsamkeiten. Die extreme Dynamisierung des Bildraums durch gewagte Kameraperspektiven oder Bildausschnitte haben ihn ebenso wenig interessiert wie das moderne Großstadtleben
oder die Technik als Motive."

Bereits die Berufung des Kämpfers gegen die Moderne und Vertreter der Heimatschutzbewegung Paul Schultze-Naumburg 1930 als Leiter Vereinigten staatlichen Lehranstalten für Kunst und Handwerk in Weimar war kunsthistorisch gesehen ein Anachronismus. Wie wollte Walter Hege unter seine Ägide gegen den Strom schwimmen?

Das Hauptportal.

Aus: Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Die Rochade rief bei Kunstinteressierten bereits einigen Unmut hervor. Am 15. März 2013 gedachten in der Marienkirche von Naumburg die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstift Zeitz sowie der Verein Kunst in Naumburg e.V.:

120 Jahre Walter Hege -
Familie, Freunde und Geschichten.

Im Bericht hierüber heisst es: "Als Jedoch erneut das Gespräch. Auf das Dritte Reich zurückkam, gab es Kritik aus den Zuschauerreihen. Diese Fragen haben in diesem Rahmen nichts zu suchen", erhielten sie als Antwort. Den wissenschaftlichen Anspruch rettete Matthias Ludwig, Mitarbeiter der Domstifter, mit der Entgegnung: "In einer Gesamtwürdigung dieser Art sollte auch jenes Thema seinen Platz haben." (Nach Matthes 2013)

Der Spitzenmann aus der Fotografen Weltelite (Kleinschmidt 2005) begegnete anderen bereits als "der letzte der Großen der deutschen Fotografie zwischen den Weltkriegen". "… diese Behauptungen tragen nichts zu einer Analyse der Gestaltungsmittel und intendierten Bildwirkungen in Heges Fotografien bei", betonte Friedrich Kestel 1988 (70). "Sie verschweigen die Absicht, die Hege und die mit ihm kooperierenden Kunsthistoriker wie auch die jeweiligen Auftraggeber im Sinn hatten."

 

Die Dom-Bücher

Der Naumburger Dom und der Meister seiner Bildwerke aufgenommen durch Walter Hege beschrieben von Walter Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

Wilhelm Pinder: Der Bamberger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege, beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1927

Die Akropolis. Aufgenommen von Walter Hege. Beschrieben von Gerhart Rodenwaldt, Deutscher Kunstverlag, Berlin 1930

Richard Klapheck: Dom zu Xanten und seine Kunstschätze. Mit Aufnahmen von Walter Hege. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1930

 

Man wird also auf jeden Fall festhalten können, wie Monika Faber 1998 (23) resümiert, dass die Fotos zur Bauplastik des Naumburger und Bamberger Doms "vor allem im Hinblick auf die Publikationen die Wilhelm Pinder dazu verfasste" sich "aus heutiger Sicht" sowohl textlich als auch bildlich als "in höchstem Masse zeitlich und ideologisch gebunden" erweisen. Ähnlich verhält es sich mit einiger seiner Filme.

Inzwischen war Walter Hege nach Weimar gezogen. Zusammen mit seinen Bruder Fritz Hege trieb er im Wintersemester 1925/26, Porträtstudien und zeichneten in der Natur. Sie belegten das Fach Kunstgeschichte und "lebten bescheiden wie Maler zu leben pflegen". Da mussten sie die "fruchtbare Periode des Studierens und Schaffens" (Fritz Hege 1956, 188) abbrechen. Wilhelm Pinder meldete sich. Er sollte für ihn den Bamberger Dom fotografien. "Mit leidenschaftlicher Hingabe ging er ans Werk. Fünf Monate anstregender Arbeit waren es ...." (Fritz Hege) Im Jahr darauf erscheint der Bildband Der Bamberger Dom und seine Bildwerke. In Naumburg und Bamberg entstanden über 2000 Fotos.

Im Dezember 1935 erscheint in Velhagen & Klasings Monatshefte eine Farbaufnahme vom Naumburg Dom. Auf der 20. Jahresschau der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (GDL) des Kölnischen Kunstvereins zeigt Walter Hege Mai 1939 in "fast musikalischen" Farben "zwei Duxocromvergrößerungen von den Naumburger Stifterfiguren. (Vgl. Chronik 255, 257)

1926 verschiebt sich sein Lebensmittelpunkt von Naumburg nach Weimar. Er wohnt bis Anfang der 30er Jahre im Gärtnerhäuschen (Fritz Hege 1956) des Belvedere. Am 20. März 1928 heiratet er die geschiedene Gräfin Elisabeth von Schulenburg (1892-1976) von Schloß Burgscheidungen. Tochter Reglindis wird am 26. Januar 1928 in Berlin geboren. Seit 1930 wohnen sie gemeinsam in Weimar. Am 30. November 1934 wird Tochter Ursula geboren.

 

Der unpolitische Fotograf
aus dem schönen Saaletal? zurück

Walter Hege (1893-1955)
Zeichnung

"Trotz heftiger Widerstände in der gesamten Frankfurter und Berliner Asphaltpresse," schreibt der Kampfbund für deutsche Kultur (KdfK) im April / Mai 1930, "ist kürzlich doch Professor Paul Schultze-Naumburg an die Leitung der Vereinigten Lehranstalten für Kunst und Handwerk in Weimar berufen worden." Er begrüsst ihn im April / Mai 1930 an seiner neuen Wirkungsstätte. Dessen Bericht über den Neuaufbau enthält nicht viel Programmatisches, aber, so stellt der KdfK fest:

"Der Name Schultze-Naumburg
ist Programm genug!"

Die politischen Prinzipien des Rassenkampfes in Kunst und Kultur hatte der Architekt und Maler bereits vor 1930 ausgearbeitet. Die Naumburger und Bamberger Stifterfiguren preist er als biologische Leitbilder des nordisch, männlichen, heldischen, eben "deutschen Wesen" (Brenner 1963, 19) Er ".... stellte in öffentlichen Vorträgen künstlerische Idealbilder (Bamberger Reiter) auf, die als Maßstäbe zur rassischen Auslese für jedermann gelten sollten." (Brenner 1962, 56) "… in seinen Hetzreden gegen moderne Malerei Fotografien" projizierte er "geistig und körperlich Behinderter neben Bildern von Matisse, Picasso und Nolde. Als ideologische Leitbilder pries er das Reiterstandbild [im Bamberger Dom] und die Statue der Markgräfin [Uta] an." (Kestel 68)

"Inzwischen hatten" Heges " .... Fotografien des Bamberger Reiters und der Uta beim völkischen-nationalsozialistischen Gefolgsmann Paul Schultze-Naumburg Gefallen und Verwendung gefunden." (Kestel 68) Sozusagen auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen um die Weimarer Kunsthochschule folgt Walter Hege im Juli 1930 dem Ruf von Paul Schultze- Naumburg an die Vereinigten staatlichen Lehranstalten für Kunst und Handwerk.

Heges Photographische-Abteilung nahm einen ganzen Flügel im Haupthaus der Schule ein. Die Fachklasse für Lichtbildner an den Vereinigten Lehranstalten für Kunst und Handwerk in Weimar umfasste je einen Lehrgang für Gesellen, für Meister und Lehrlinge mit den Fächern Apparatekunde, Werkstoffkunde, Optik, Freihandzeichnen, Retusche und praktische Werkstattarbeit. Unterrichtsbeginn war der 1. Oktober 1930. "Allzu starre Theorie lehnt er ab", plaudert 1956 Fritz Hege (118) aus, der auch zur ersten Meisterklasse von 15 Schülern gehörte.

Am 25. August 1931 beklagt er sich per Brief bei ihm über das zu niedrige Gehalt. 240 Reichsmark monatlich reichen nicht, ich benötige unbedingt 500 Reichsmark ohne Abzüge, lässt er wissen. Dementsprechend soll der Arbeitsvertrag geändert werden, andernfalls droht er seine Lehrtätigkeit zum 30. September 1931 zu beenden. Drei Monate später bekommt er das gewünschte Gehalt zugesprochen. Mitten in der Wirtschaftskrise.

Die nationalsozialistische Kulturoffensive ging von Weimar aus (Brenner 1962, 18). Paul Schultze-Naumburg und Minister Wilhelm Frick (1877-1946) führen einen heftigen Kulturkampf gegen alles Undeutsche und Entartete, was in der Öffentlichkeit, und dies registrierte der KdfK korrekt, grossen Widerhall und auch einen gewissen Widerstand fand. Typisch für die NS-Kulturpolitik ist derErlaß IV C II/771, Nr. 53 Wider die Negerkultur für deutsches Volkstum vom April 1930. Am 7. Dezember 1931 erscheint im Naumburger Tageblatt der Artikel Der Kampf um die Bauhochschule. Dass nun gerade Walter Hege vom Machtkampf unberührt blieb, ist nicht wahrscheinlich, wohl aber das falsch verstandene Loyalität gegenüber dem Idol und Vorbild Paul Schultze-Naumburg ihn daran gehindert haben könnte, dem nationalsozialistischen Kunstdogma - Prägung des deutschen Empfindens, Kampf gegen die Entartung, Überlegenheit der nordisch-germanischen Rasse - kritisch gegenüberzutreten.

Eine Äusserung seines Lehrers und Freundes Hugo Gugg, verortet ihn im Wunderland des Unpolitischen. Bei der Entnazifizierung gibt er am 28. August 1947 an:

"Hege ist eine durch und durch künstlerischer Natur, allem politischen Treiben fern, ein Mensch, der nur seine Kunst lebt u. der sich die Hintergründe des politischen Wahnsinns gar nicht vergegenwärtigte." (Chronik 260)

Eine Anmerkung von Paul Schultze-Naumburg über Hugo Gugg aus dem Jahre 1941 (148) gibt Aufschluss darüber, wie sie das Politische verstanden: "Obgleich eine ganz unpolitischer Natur, trat er doch früh schon der Partei bei …"

Walter Hege arbeitete im Auftrag des Gauleiters von Thüringen an Projekten, wie ein Bildwerk "Vom Roten zum nationalsozialistischen Thüringen", die eine innere Rechenschaftslegung im Sinne Warum und Wofür voraussetzen. Deshalb ist Friedrich Kestel (70) zu verstehen, wenn er schreibt: "Hege verschaffte sich einflussreiche Gönner unter den Repräsentanten des NS-Staates und konnte bei seinen Unternehmungen auf deren Unterstützung bauen."

Im Landesmuseum von Weimar findet 1931 eine Ausstellung Fotoausstellung "Walter Hege" mit Aufnahmen des klassischen Altertums und der Gotik statt, was seiner Reputation dienlich.

 

Vier Jahre später nach den Beginn seiner Tätigkeit wird Walter Hege zum Professur berufen.

 

Suche nach der Heimat  zurück

Nach dem Krieg ist Hege für die sowjetische Besatzungsmacht tätig. Eine Fotoserie über das zerstörte Weimar entsteht. Am 12. März 1946 soll laut Amtsschreiben seine Wohnung in Weimar, Arnold-Böcklin-Strasse, beschlagnahmt werden, die er letztlich doch nicht räumen muss. Schon am 26. April 1946 erhält er den Gewerbeschein zur Ausführung von Fotoarbeiten. Im Juli 1947 übersiedelt Hege "über die grüne Grenze" nach Braunschweig. Zunächst arbeitet er am Schlösschen Richmond und freiberuflich beim Landesamt für Denkmalpflege in Braunschweig. Heges Frau und Tochter Reglindes bleiben bis 1951 in Weimar und betreiben das dortige Atelier weiter. (Vgl. Chronik 259f.)

"Nach Kriegsende bis zu seinem Tod im Jahre 1955 versuchte Hege die Karriere erfolgreich fortzusetzen, was nur eingeschränkt gelang, da die vorherrschenden Strömungen nun von der subjektiven Fotografie um Otto Steinert und der Reportagefotografie bestimmt wurden." (Pohlmann 2014, 8) Er beteiligt sich an Ausstellungen und dreht weiter Heimat- und Naturfilme. Im Frühjahr 1955 erhält er in der Paulskirche von Frankfurt am Main von der Gesellschaft deutscher Lichtbildner (GdL) die David-Octavius-Hill-Medaille überreicht. Eine Anerkennung dafür, dass er mit seinen Fotos die Kunstschätze des Mittelalters zum Allgemeinbesitz gemacht hatte.

Trotzdem war nicht herauszufinden, wo dieser Mann "endgültig seinen Frieden gefunden hat. Denn eine wirklich Heimat hat Walter Hege," sagt Bruder Fritz Hege (1956), "im Westen nicht gefunden."

Am 28. Oktober 1955 folgt Walter Hege mit "besonderer Freude der Einladung der Weimarer Bauhochschule" (Fritz Hege 1956, 115) zu einem Vortrag über Fotografie und Farbenfotografie im Dienste der Kunstgeschichte. Während der Rede im Hörsaal erleidet er einen Herzanfall und verstirbt.

Die Dom-Fotos von Walter Hege bewegen noch heute Kunstinteressierte und Experten.

 

 

Alt Naumburg auf Notgeldscheinen. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 21. Oktober 1921

[Ankündigung] Walter Hege 1893 - 1955 : Fauna & Flora. Gärten & Veduten. Zum 50. Todestag. https://www.bookdepository.com/Walter-Hege-1893-1955-Walter-Hege/9783899042337

Bäumer, Gertrud: Der ritterliche Mensch. Die Naumburger Stifterfiguren, in 16 Farbaufnahmen von Walter Hege. Berlin 1941

Beckmann, Angelika: Walter Hege (1893-1955) und das fotografische Abbild der Naumburger Stifterfiguren im Wandel der Zeit. Berlin 1989

Beckmann, Angelika und Bodo von Dewitz (Herausgeber): Dom Tempel Skulptur. Architekturphotographien von Walter Hege. Kataloghandbuch. Eine Ausstellung des Agfa Foto-Historama im Römisch-Germanischen Museum Köln, 6. November 1993 bis 16. Januar 1994, Stadt Köln. Köln 1993

Beckmann, Angelika: Die "optische Tat". Walter Heges Bildbände zum Naumburger Dom. Eine Veröffentlichungsgeschichte von 1932 bis 1953. In: Angelika Beckmann und Bodo von Dewitz (Herausgeber): Dom Tempel Skulptur. Architekturphotographien von Walter Hege. Kataloghandbuch. Eine Ausstellung des Agfa Foto-Historama im Römisch-Germanischen Museum Köln, 6. November 1993 bis 16. Januar 1994, Stadt Köln. Köln 1993, Seite 23 ff.

Beckmann, Angelika: Heimatkünstler oder Photograph? Berufliche Anfänge Heges. In: 1893-1955. Walter Hege zum 50. Geburtstag. Fauna & Flora. Garten & Veduten. Herausgeber. Dr. Klaus Kleinschmidt. Autoren Dr. Angelika Beckmann, Dr. Klaus Kleinschmidt. Galerie photonet. Wächter Verlag GmbH, Heidelberg 2005, Seite 6 bis 13

Beseelte Steine. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 22. Juli 1922

Brenner, Hildegard: Kunst im politischen Machtkampf. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. München, Jahrgang 19 (1962), Heft 1, Seite 17 bis 42

Brenner, Hildegard: Die Kunstpolitik des Nationalsozialismus. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1963

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Borrmann, Norbert: Paul Schultze-Naumburg. Maler Publizist Architekt. Vom Kulturreformer der Jahrhundertwende zum Kulturpolitiker des Dritten Reiches. Verlag Richard Bacht GmbH, Essen 1989

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[Chronik] Beckmann, Angelika: Chronik zu Leben und Werk von Karl Walter Hege. In: Angelika Beckmann und Bodo von Dewitz (Herausgeber): Dom Tempel Skulptur. Architekturphotographien von Walter Hege. Kataloghandbuch. Eine Ausstellung des Agfa Foto-Historama im Römisch-Germanischen Museum Köln, 6. November 1993 bis 16. Januar 1994, Stadt Köln. Köln 1993, Seite 248-267

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Kaufmann, Eberhard: Scherenschnitte …. In: "Burgenlandjournal. Naumburger Tageblatt, Mitteldeutsche Zeitung", 5. August 1996

Kaufmann, Eberhard: Lukratives Geschäft für den Naumburger Magistrat. Meister Heinz Schiestel, ein Würzburger Bildhauer, schuf die Vorlagen für das Notgeld. "Naumburger Tageblatt. Mitteldeutsche Zeitung", 22. Februar 2003

Kaufmann, Eberhard: Gutes Geschäft mit eigener Währung. Stadt Naumburg verdiente an der Herausgabe der Hussiten-Serie rund eine Million Mark. In: "Burgenlandjournal. Naumburger Tageblatt, Mitteldeutsche Zeitung", 27. März 2004

Kestel, Friedrich: Walter Hege (1893-1955) "Rassenphotograph" oder / und "Meister der Lichtbildkunst?" In: Fotogeschichte, 8. Jahrgang, 1988, Heft 29, Seite 65-72

Kirsch, Jan-Holger (Rezensent): Wolfgang Ullrich: Uta von Naumburg. Eine deutsche Ikone. Berlin, Klaus Wagenbach Verlag, 1998. Redaktion Zeitgeschichte-online, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Klapheck, Richard: Dom zu Xanten und seine Kunstschätze. Mit Aufnahmen von Walter Hege. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1930

Kleinschmidt, Klaus: Vorwort: In: 1893-1955. Walter Hege zum 50. Todestag. Fauna & Flora. Garten & Veduten. Herausgeber. Dr. Klaus Kleinschmidt. Autoren Dr. Angelika Beckmann, Dr. Klaus Kleinschmidt. Galerie photonet. Wächter Verlag GmbH, Heidelberg 2005, Seit 4 bis 5

Kleinschmidt, Dr. Klaus: Kleinschmidt Fine Photographs. Wiesbaden. Modern und Contemporary. http://www.klauskleinschmidt.de/

Kurmann, Peter: Fehlinterpretationen oder kühne Visionen? Walter Heges Domphotographien im Urteil der Kunstgeschichte. In: Angelika Beckmann und Bodo von Dewitz (Herausgeber): Dom Tempel Skulptur. Architekturphotographien von Walter Hege. Kataloghandbuch. Eine Ausstellung des Agfa Foto-Historama im Römisch-Germanischen Museum Köln, 6. November 1993 bis 16. Januar 1994, Stadt Köln. Köln 1993, Seite 37 bis 40

Lähn, Peter: Zwischen Kunstwollen und Naturschönem. Walter Heges Kulturfilmarbeit im Dritten Reich. In: Angelika Beckmann und Bodo von Dewitz (Herausgeber): Dom Tempel Skulptur. Architekturphotographien von Walter Hege. Kataloghandbuch. Eine Ausstellung des Agfa Foto-Historama im Römisch-Germanischen Museum Köln, 6. November 1993 bis 16. Januar 1994, Stadt Köln. Köln 1993, Seite 53-59

Matthes, Constanze: Beseelte Steine. "Naumburg Tageblatt . Mitteldeutsche Zeitung", 18. März 2013 [Bericht über 120 Jahre Walter Hege - Familie, Freunde und Geschichten am 15. März 2013 in der Marienkirche von Naumburg veranstaltet von den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstift Zeitz und dem Verein Kunst in Naumburg e.V..]

Naumburg / Saale und Umgebung. Fotografien zwischen 1925 und 1975 aus dem Atelier Hege. Museum der Stadt Naumburg (Herausgeber). Deutscher Kunstverlag, Koberger und Kompany, München 1993

[NBT] Erste Versuche als Fotograf in der Jugend. "Naumburger Tageblatt. Mitteldeutsche Zeitung", Naumburg, den 18. März 2013

Oexle, Gerhard: Leitbegriffe - Deutungsmuster - Paradigmenkämpfe. Über Vorstellungen vom "Neuen Europa" in Deutschland 1944. In: Nationalsozialismus in den Kulturwissenschaften. Band 2. Leitbegriffe, Deutungsmuster - Paradigmenkämpfe - Erfahrungen und Transformation im Exil. Herausgegeben von Hartmut Lehmann und Otto Gerhard Oexle. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2004, Seite 13 bis 40

Oexle, Otto Gerhard: Die gotische Kathedrale als Repräsentation der Moderne. In: Michael Bojcov, Otto Gerhard Oexle (Herausgeber): Bilder der Macht im Mittelalter und Neuzeit. Byzanz - Okzident - Russland, Vandenhoek & Ruprecht, Göttingen 2007, Seite 631 bis 674

Pasche, Carl: Walter Heges Dombuch. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 26. November 1924

Petsch, Joachim: Kunst im Dritten Reich. Architektur, Plastik, Malerie. Vista point Verlag GmbH, Köln 1983

Pinder, Wilhelm: Der Bamberger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege, beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1927

Pinder, Wilhelm: Der Naumburger Dom und der Meister seiner Bildwerke. Beschrieben von Wilhelm Pinder. Aufgenommen von Walter Hege. [Vorliegende Ausgabe wurde v. Georg Scheja bearbeitet]. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1952 (Erstausgabe 1925)

Pohlmann, Ulrich, Leiter der Sammlung Fotografie des Münchner Stadt Museums: Herbert List und Walter Hege. [Aus Anlass: Das andere Griechenland - Fotografien von Herbert List (1903-1975) und Walter Hege (1893-1955) in Korrespondenz zu Gipsabgüssen antiker Plastik, Lindenau Museum-Altenburg, 16. August bis 9. November 2014]

Professor Walter Hege - ein Leben im Dienste der schöpferischen Lichtbildkunst. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 24. Mai 1934

Speck, Hans-Dieter: Der Dom und die Hussiten. Zum 50. Todestag von Walter Heges Stifterfiguren Notgeld und Scherenschnittern. "Burgenlandjournal. Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 26. November 2005, Seite II

Speck, Hans-Dieter: Mit 30 Litern Wasser bergauf. "Naumburger Tageblatt. Mitteldeutsche Zeitung". Naumburg, den 2. September 2012

Reimers, Bettina Irina: Die Neue Richtung der Erwachsenenbildung in Thüringen 1919 - 1933. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Sozialwissenschaften in der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, 2000

Rodenwaldt, Gerhart: Die Akropolis. Aufgenommen von Walter Hege. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1930. Neuausgabe: Akropolis. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1956.

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Schultze-Naumburg, Paul: Kunst und Rasse. J. F. Lehmann Verlag, München 1935

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Bildnachweis

Der Naumburger Dom und seine Bildwerke. Aufgenommen durch Walter Hege und beschrieben von Wilhelm Pinder. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1925

* Für die anderen historischen Bilder von der Stadt Naumburg (Saale) konnte kein Fotograf und kein Verlag oder Ähnliches ermittelt werden. Sie sind alle älter als 70 Jahre.

 

Autor:
Detlef Belau

Geschrieben:
13. Dezember  2013


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